Fonds & Investments

Nicht erst seit der Nullzinspolitik der EZB haben Fonds & Investments (Kapitalanlagen) stark an Bedeutung zugenommen. Während der Markt für börslich notierte Werte gesetzlich streng geregelt ist, versuchen Anbieter auf dem wenig regulierten grauen Kapitalmarkt mit ständig neuen Investmentprodukten Anlegergelder einzuwerben. Nach vielen Medien- und Schiffsfonds wurden in den letzten Jahren vermehrt geschlossene Fonds als angebliche Sachwertinvestitionen an die von der Euro-Krise gebeutelten Anleger gebracht. Daneben gewannen Unternehmensanleihen und riskante Immobilieninvestments zuletzt stark an Bedeutung. Hohen Renditeversprechen stehen dabei meist noch größere Risiken für die Anleger gegenüber. Nicht selten sehen sich Anleger mit einem drohenden Totalverlust konfrontiert. Die Vertretung von Anlegern gescheiterter Investments ist seit vielen Jahren eine Kernkompetenz der Kanzlei. Unter Beachtung aller wirtschaftlichen und rechtlichen Aspekte gilt es möglichst viel Kapital für den Mandanten zu retten. Gerade wenn dieser als Anleger von Initiatoren und Vertrieb fehlerhaft beraten und informiert wurde, kann dieser Schadensersatz bis hin zur vollständigen Rückabwicklung der Kapitalanlage verlangen. Dies gilt erst recht, wenn sich die Kapitalanlage als betrügerisch erweist.

Als spezialisierte Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht beraten wir in allen Rechtsfragen betreffend Nachrangdarlehen, geschlossene Fonds, Rohstoffinvestments und anderen Investmentformen. Für unsere Mandanten übernehmen wir die Geltendmachung von Rückabwicklungsansprüchen. Parallel bündeln wir die Interessen der geschädigten Anleger und setzen uns etwa im Rahmen von Gesellschafterversammlungen für unsere Mandanten ein. Leider kommt es in diesem Bereich auch zu Insolvenzen beteiligter Gesellschaften. Hier vertreten wir die Interessen unserer Mandanten auch während der Insolvenzverfahren.

Schwerpunkte

Prosavus AG: Bei Mahnbescheiden vom Insolvenzverwalter keine Zeit verlieren (24.11.2017)

Seit September 2017 fordert der Insolvenzverwalter der Prosavus AG von Anlegern in der Vergangenheit ausgezahlte Zinsen zurück. Betroffene Empfänger eines Mahnbescheids müssen schnell reagieren und Widerspruch einlegen, bevor dieser zum rechtskräftigen Titel erwächst. Es gibt gute Gründe, die für eine Rechtswidrigkeit der Zinsrückforderungen sprechen. Prosafus AG - Anleger haben deshalb gute Chancen, die Rückforderungen abzuwehren.

Geschlossene Fonds

Ein geschlossener Fonds ist eine Kapitalsammelstelle, die Anlegergelder in einer zuvor festgelegten Höhe durch eine feststehende Anzahl von Anteilen oder eine definierte Kapitalsumme einwirbt. Ist diese erreicht, schließt der Fonds. Eine Rückgabe von Anteilen an den Fonds oder eine Ausgabe neuer Anteile um einer höheren Nachfrage gerecht zu werden erfolgt nicht. Die Investitionen der Fonds erfolgen in einem zuvor festgelegten Rahmen, häufig nur in ein Investitionsobjekt. Geschlossene Fonds haben eine zuvor festgelegte (Mindest-)Laufzeit, häufig von mehreren Jahren, ein vorzeitiger Ausstieg für Anleger ist nicht vorgesehen. Die Anbieter greifen für ihre Angebote auf verschiedene Rechtsformen zurück. Wegen der für dieses Anlageprodukt sehr hohen Vertriebsprovisionen wurden diese von den Vertrieben oft besonders aggressiv und unter Verletzung von Beratungs- und Aufklärungspflichtverletzungen aufgelegt und vertrieben. In diesen Fällen können betroffene Anleger regelmäßig Schadensersatz- und Rückabwicklungsansprüche gegen den Vertrieb, die Gründungsgesellschafter und Hintermänner der gescheiterten Fondsgesellschaft außergerichtlich und gerichtlich geltend machen, um wenigstens einen Teil ihres Beteiligungskapitals zurück zu erlangen.

Immobilienfonds

Die gesellschaftsrechtliche Ausgestaltung der jeweiligen Fondsgesellschaften und die Form der Investitionen variiert. Abhängig von der Gestaltung können Anleger teilweise erheblichen persönlichen Haftungsrisiken ausgesetzt sein, beispielsweise wenn sich die Anleger an einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) beteiligen, die für die Immobilieninvestitionen neben dem Anlegerkapital Darlehen bei Banken aufnehmen. Anleger, die sich Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre an derartigen Fonds u.a. in Berlin beteiligt haben, erlebten oftmals böse Überraschungen. In den letzten Jahren wurden geschlossene Immobilienfonds vorwiegend als Kommanditgesellschaften gestaltet.

Schiffsfonds & Containeranlagen

Die Fondsanlage in Containerschiffe sieht sich stürmischen Zeiten gegenüber. Aufgrund der sinkenden Nachfrage nach Rohstoffen und Gütern sinkt auch die Nachfrage nach Transporten, was in vielen Fonds nicht einkalkuliert war. Beteiligungen an Schiffen und Containern schienen vorübergehend eine der wenigen lukrativen Anlagemöglichkeiten. Allerdings wurde in vielen Fällen über erhebliche Risiken der Fondskonstruktionen nicht aufgeklärt.