Bavaria Fonds - Steuerkanzlei pleite

Steuerkanzlei pleite, Steuerberater Kass per Haftbefehl gesucht - Abfindungsgutachten werden nicht errechnet Totalverlust für Altanleger?

München, 15.01.2009: Das neue Jahr beginnt für Anleger der Bavaria Grundstücks-und Vermögensanlagen GmbH & Co. KG nicht gut. Am 07.01.2009 verfügt das Amtsgericht München die Einstellung des Insolvenzverfahrens gegen die Steuerkanzlei des Fonds, die Kass Steuerberatungsgesellschaft mbH, mangels Masse (Az. 1506 IN 2953/08). Der Inhaber Uwe Kass, CSU-Politiker und Bürgermeisterkandidat in Schwandorf, wird per Haftbefehl gesucht (Oberpfalznetz Der Neue Tag vom 13.01.2009). Abgesetzt haben soll er sich schon im August, von Schulden in mehrfacher Millionenhöhe ist die Rede.

Vielleicht ganz gut, mag sich die Bavaria Geschäftsführung denken, dann hat man eine Ausrede mehr, warum die Auseinandersetzungsguthaben selbst regulär kündigender Gesellschafter nicht festgestellt werden. Uns ist ein Fall bekannt, in dem ein Gesellschafter nach 12 Jahren am Ende der Vertreagslaufzeit zum 31.12.2007 gekündigt wurde. In diesem Fall is bis heute noch kein Auseinandersetzungsguthaben festgestellt , trotz eindeutiger vertraglicher Verpflichtungen.

Dass dieser Gesellschafter auch nur die geringste Chance hat, auch nur einen Teil seiner Einlage von etwa 12.000 € wiederzusehen, glauben wir ohnehin nicht. Aber man könnte das wenigstens einmal sagen. Dann müsste man allerdings auch den anderen Gesellschaftern die Augen öffnen, die man bislang durch strikte Verweigerung jeder brauchbaren Information still halten möchte.

Dass es auch sonst mit einem geordneten Geschäftsbetrieb nicht weit her ist, zeigt auch der Umstand, dass man es ganz offensichtlich nicht schafft, selbst nach gerichtlichen Vergleichen mit ausgeschiedenen Gesellschaftern die monatlichen Abbuchungen einzustellen.

Die Sorgen der Gesellschafter werden im laufenden Jahr offensichtlich nicht weniger. Wir halten Sie auf dem Laufenden.