dima24.de - Gold und Vermögen von Malte Hartwieg in Lichtenstein aufgespürt! (16.02.2015)

Umfangreiche Vermögenswerte von Malte Hartwieg im In- und Ausland beschlagnahmt - mehr als 10 Millionen EUR an Gold und Vermögen in Liechtenstein aufgespürt - Gold als "Kaufpreis" für Verkauf der EGI - Gruppe

 

Vor genau einem Jahr kam es infolge der von der Kanzlei Lachmair & Kollegen eingereichten Strafanzeigen zu Hausdurchsuchungen und umfangreichen Beschlagnahmungen beim dima24.de Chef Malte Hartwieg und seinen zahllosen Firmen. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft München I erstmals Einblick in die beschlagnahmten Vermögenswerte gewährt, darunter Gesellsschaftsanteile, Konten, Lebensversicherungsverträge und persönliche Wertgegenstände von Malte Hartwieg selbst. Insgesamt erstrecken sich die Sicherungsmaßnahmen der Staatsanwaltschaft auf fast 15 Millionen EUR.

Beim größten Teil handelt es sich dabei um Restgelder einzelner Hartwieg-Fonds:"Obwohl wir bereits im Jahr 2013 Strafanzeige in den betreffenden Verfahren erhoben hatten, fanden die ersten Beschlagnahmungen erst im Sommer 2014 statt. Wir gehen davon aus, dass die betroffenen Fondsgesellschaftern insbesondere der Selfmade Capital und der NCI New Capital Invest den größten Teil der Gelder an die Investmentgesellschaften in den VAE und den USA weitergereicht haben, es sich bei den beschlagnahmten Geldern nur um einen letzten Restbestand handelt. Wir sehen es  als gute Nachricht für unsere Anleger, dass  noch größere Vermögenswerte beschlagnahmt werden konnten, auch wenn man etwas früher wohl noch mehr Anlegervermögen hätte sichern können", so Rechtsanwalt Moritz Schmitt von der Kanzlei Lachmair & Kollegen aus München.

Im Vergleich zu anderen Fällen erscheinen insbesondere die beschlagnahmten persönlichen Wertgegenstände relativ Bescheiden: Neben diversen Münzen etwa eine einzige Breitling-Luxusuhr, ein 10g-Goldbarren oder mehrere edle Füllfederhalter. Glaubt man den Schilderungen alter Weggefährten von Malte Hartwieg, dürfte auch dies nur einen Bruchteil seiner tatsächlichen Luxusgüter ausmachen. Aus der Aufstellung der Staatsanwaltschaft geht auch hervor, dass der mit mehr als 10 Millionen EUR größte Teil des aktuell nachweisbaren Vermögens nach wie vor in Liechtenstein liegt. Wie bereits ausführlich berichtet, wurde bereits am 15.01.2015 ein Verfügungsverbot über die bei der Philoro Edelmetall AG eingelagerten Goldbestände erwirkt. Darüber hinaus betont die StA aber, dass sie keinerlei Beurteilung vornimmt, "ob und ggf. unter welchen Voraussetzungen durch die Verletzten gegebenenfalls Zugriff auf die im Ausland gesicherten Vermögenswerte genommen werden kann."

Obwohl Ziel des sog. Rückgewinnungsverfahrens auch der Ersatz des finanziellen Schadens der Verletzten ist, betont die Staatsanwaltschaft ausdrücklich, dass die Geschädigten hierfür selbst aktiv werden müssen:"Der vom Gesetz vorgesehene Ablauf sieht dabei vor, dass jeder/jede Verletzte selbst aktiv wird. Im Regelfall muss daher jeder/jede Verletzte seine/ihre eventuellen Ersatzansprüche gerichtlich geltend machen und anschließend mit Zwangsvollstreckungsmaßnahmen auf die von der Staatsanwaltschaft sozusagen stellvertretend gesicherten Vermögenswerte Zugriff nehmen. (...) Erfolgen keine Maßnahmen durch die Verletzten, erhält der jeweilige Arrestschuldner möglicherweise die gesicherten Vermögenswerte wieder zurück!". Die geschädigten Anleger können also nicht erwarten, dass sie durch bloßes Abwarten verlorenes Vermögen zurückbekommen. Jede dauerhafte Zwangsvollstreckung auch in das in Deutschland  beschlagnahmte Vermögen setzt zwingend zivilrechtlichen Titel voraus, etwa ein vollstreckbares Urteil. Damit werden die beschlagnahmten Millionen gerade nicht gleichmäßig unter allen geschädigten Anlegern verteilt. Ein endgültiges Befriedigungsrecht steht grundsätzlich  nur denjenigen zu, die rechtzeitig ein rechtskräftiges Urteil erstritten haben.

"Unsere Kanzlei führt derzeit für viele Anleger, die sich insbesondere an den Fonds der Selfmade Capital, der NCI New Capital Invest und der EURO GRUNDINVEST beteiligt haben, erfolgreich  Verfahren vor dem Landgericht München I. Bereits seit Monaten können diese regelmäßig durch rechtskräftige Urteile gegen die dima24.de - Vertriebsgesellschaften, die Fondsgesellschaften und Malte Hartwieg persönlich erfolgreich beendet werden", so Rechtsanwalt Stefan Forster von der Kanzlei Lachmair & Kollegen. "Ziel ist dabei nicht nur die Vollstreckung in eventuell beschlagnahmtes Vermögen von Malte Hartwieg, sondern auch die Vollstreckung im europäischen Ausland. Ich persönlich gehe davon aus, dass das beschlagnahmte Vermögen, selbst die Goldbestände in Liechtenstein nur einen kleinen Teil des Vermögens ausmacht."

Mehrere Monate nach den umfangreichen Durchsuchungen bei Malte Hartwieg und seinem Firmenimperium tragen die von unseren Mandanten veranlassten Ermittlungen der Staatsanwaltschaft weitere Früchte: Bereits im Oktober 2014 beschloss das fürstliche Landgericht Liechtenstein gut 230 Kilogramm Gold der Hartwieg-Gruppe im Wert von 8,3 Millionen EUR einzufrieren, dazu weitere 1,6 Millionen EUR aus dem bereits verkauften Goldbeständen. Offensichtlich handelt es sich um den Preis für den Verkauf der EURO GRUNDINVEST - Gruppe an die Schweizer IPF AG des Investmentunternehmers Sven Donhuysen. Der Gerichtsbeschluss aus Liechtenstein berichtet von 323 Kilogramm Gold, welche als Gegenleistung für die Anteile an Malte Hartwiegs EURO GRUNDINVEST - Gruppe geflossen sind. Der Weg ist ungewöhnlich. Bereits am 25. April soll die EURO GRUNDINVEST ein Darlehen über 15 Millionen EUR an die polnische New Media Communication gegeben haben, welche kurz darauf für zehn Millionen EUR 328 Kilogramm Gold beim österreichischen Edelmetallhändler Philoro erwarb. Wie das Handelsblatt in seiner Ausgabe vom 13.02.2015 berichtet, wurde dieses Gold an die Basler IPF AG verliehen, welche dann die EURO GRUNDINVEST - Anteile von Malte Hartwieg erwarb. Gegenleistung - 323 Kilogramm pures Gold, welches in Depots der Hartwieg Gruppe verwahrt wurde.  Rechtsanwalt Stefan Forster, der mit hunderten dima24.de - Anlegern auch einen großen Teil der EURO GRUNDINVEST - Anleger vertritt:"Eine solche Konstruktion lässt sich nur damit erklären, dass hier an den Anlegern vorbei heimlich erhebliche Vermögenswerte aus der EURO GRUNDINVEST gezogen worden sind. Aus meiner Sicht deutet dies auf eine große kriminelle Energie der Beteiligten hin." Derselben Meinung war offenbar auch das Fürstliche Landgericht in Liechtenstein - als Begründung für das Einfrieren der Goldbestände nannte es den hinreichenden Verdacht, dass die Goldbestände "zumindest teilweise aus strafbaren Handlungen (...) stammen" . Daraus folge der begründete Verdacht, dass hier Vermögen in Liechtenstein versteckt oder gewaschen werden sollte. Besonders die undurchsichtigen Goldgeschäfte lassen aufmerken. Denn bei Sven Donhuysen handelt es sich nicht nur um den neuen Eigentümer der EURO GRUNDINVEST - Guppe, sondern auch um den Hintermann hinter den Canada Gold Trust - Fonds und der Henning Gold Mines Inc., in die auch die nun von der Insolvenz bedrohte NCI New Capital Invest 21 investiert hatte. Nach ausgebliebenen Goldfunden und angeblicher Unterfinanzierung drohen auch hier Verluste für die Anleger. "Die von uns vertretenen Anleger haben von Anfang an Schadensersatzansprüche auch gegen Malte Hartwieg persönlich geltend gemacht. Die aktuellen Erkenntnisse bestätigen uns in der Ansicht, dass sich Malte Hartwieg einen großen Teil der Anlegergelder selbst gesichert hat.", so Rechtsanwalt Stefan Forster von der Kapitalmarktkanzlei Lachmair.

Betroffenen Anlegern wird deshalb dringend empfohlen, sich in dieser Sache von qualifizierten und unabhängigen Anlegeranwälten beraten zu lassen. Mit Rechtsanwalt Stefan Forster und Rechtsanwalt Moritz Schmidt stehen zwei auf die Vertretung von Fondsanlegern spezialisierte Anlegeranwälte zur Verfügung, die sich in den letzten Monaten wesentlich um die Aufklärung der Machenschaften der dima24.de verdient gemacht haben und mittlerweile mehrere hundert betroffene Anleger vertreten.

 

Kostenlose Erstberatung: forster@ra-lachmair.de   schmidt@ra-lachmair.de