Als Sanierung getarnter Raubzug - Sven Donhuysen und KRG plündern EGI immer schamloser (01.02.2018)

Lange mussten die Anleger der EUR GRUNDINVEST - Fonds 15, 17, 18 und 20 auf ein Lebenszeichen der nach mühsamen Abstimmungen Mitte 2017 eingesetzten neuen Fondsgeschäftsführung BDCC Beteiligungs GmbH warten. Im Januar wandte sich diese nun erstmals mit katastrophalen Neuigkeiten an die Gesellschafter.

Jahrelang hatten der Geschäftsführer der EURO GRUNDINVEST - Gruppe Sven Donhuysen und die von ihm beauftragte Knoll Restructuring Group GmbH (KRG) die Anleger mit der Aussicht auf eine Liquidation der EURO GRUNDINVEST - Gruppe vertröstet.

I. Sanierung der EURO GRUNDINVEST verbrennt seit Jahren nur Anlegergelder

Spätestens Ende 2015 war klar, dass die noch vorhandenen Immobilien schnellstmöglich verkauft und die Erlöse an die Anleger ausgezahlt werden sollten. Nach Darstellung der EURO GRUNDINVEST waren zu diesem Zeitpunkt praktisch alle deutschen Immobilien verwertet und die Erlöse in die Fertigstellung der spanischen Objekte investiert worden. Bereits dies stand im krassen Widerspruch zur Forderung der Kanzlei Lachmair & Kollegen, die stets eine Rückabwicklung auf Ebene der einzelnen Fonds gefordert hatten.

Die Rückzahlung an die Anleger sollte aus drei Hauptquellen finanziert werden:

  • Verkauf der Immobilien auf Mallorca (Portals Hills - Hotel, Villa Sunset Rock, Villa Bellevue Mar, "Golfplatz")
  • Gerichtliche Durchsetzung  von Schadensersatzansprüchen gegen dima24.de - Chef Malte Hartwieg als Initiator der EGI - Gruppe
  • Zugriff auf das im Zuge des Verkaufs der EGI - Gruppe an Malte Hartwieg übereignete Gold in Liechtenstein

Die angeblichen Sanierungsbemühungen lässt sich die Knoll Restructuring Group GmbH (KRG) teuer bezahlen. Seit rund zwei Jahren fließen dafür monatlich hohe Summen von der EGI - Gruppe an die KRG. Zwei Jahre nach Einschaltung der KRG ist die Bilanz katastrophal. Nach wie vor gibt es keine nachprüfbaren Angaben zu den Geschäften des EGI - Geschäftsführers Sven Donhuysen nach der Übernahme der EURO GRUNDINVEST. Gerade in diesem Zeitraum wurden offenbar sämtliche Immobilien in Deutschland veräußert, etwa das Projekt JACOBI-PALAIS in Bogenhausen oder die Reste der erworbenen Grundstückspakete. Bereits hier wurden nach der Darstellung der Fondsgeschäftsführung nur Verluste eingefahren. Anstatt die Gelder an die einzelnen Fonds und damit an die Anleger zurückzuzahlen, wurden diese angeblich zum großen Teil in die spanischen Objekte weitergeleitet. 

Ursprünglich stand im Raum, dass von den rund 100 Millionen EUR an eingesammelten Anlegergeldern noch mindestens 30 Millionen EUR an die Fondsanleger zurückgezahlt werden sollten. Durch die Einsetzung der BDCC Beteiligungs GmbH sollte der geordnete und transparente Verkauf der spanischen Immobilien und letztlich die Verteilung des noch vorhandenen Vermögens sichergestellt werden. Unterstützt werden sollte Sie dabei vom ebenfalls neu eingesetzten Anlegerbeirat. Spätestens im Sommer sorgte die Untätigkeit der als Sanierer angekündigten Geschäftsführung für Unzufriedenheit bei Anlegern und Anwälten. Umso mehr verwunderte die Nachricht, dass man Geschäftsführer Sven Donhuysen offenbar freie Hand beim Verkauf der spanischen Immobilien ließ.

Als einer der ersten Amtshandlungen überhaupt präsentierte die BDCC Beteiligungs GmbH Anfang 2018 das Ergebnis dieses verwunderlichen Vorgehens. Obwohl das Portals Hills Boutique Hotel und die beiden Villen ursprünglich mit fast 30 Millionen EUR eingeschätzt worden waren, wurden diese von Sven Donhuysen offenbar für gerade mal 13 Millionen EUR verkauft. Ob dies tatsächlich stimmt, kann wegen des nicht offen gelegten Ablaufs nicht überprüft werden. Wie schon beim Verkauf sämtlicher Immobilien in Deutschland muss nach unserer Ansicht auch hier mit groben Unregelmäßigkeiten gerechnet werden, da die Verkaufsunterlagen nicht vorliegen. Damit wären vom Vermögen der EGI - Gruppe, die rund 100 Millionen EUR an Anlegergeldern eingesammelt hatte, drei Jahre nach der Übernahme durch Sven Donhuysen weniger als 15 % des Vermögens übrig.

 

II. Gelder aus Verkauf der spanischen EGI - Immobilien offenbar in Karibik abgeflossen

Als wäre dieses Ergebnis nicht schlimm genug, muss die Fondsgeschäftsführung mitteilen, dass die 13 Millionen EUR Verkaufserlös nicht etwa an die Objektgesellschaften der EURO GRUNDINVEST - Gruppe zurückgeflossen sind, sondern von Sven Donhuysen auf die Karibikinsel Curacao geleitet wurden. Angeblich wurden sie von ihm dort in seinen Investmentfonds UNO Fund Unique Network Opportunities Fund investiert, gebunden für weitere drei Jahre. Damit macht Sven Donhuysen unmissverständlich klar, dass seine Sanierungsbemühungen stets nur das Ziel hatten, das Vermögen der EURO GRUNDINVEST - Gruppe in seine eigenen Taschen zu leiten. Während man den Anlegerbeirat mit Ausflüchten hinhielt, und die allzu harmlose BDCC Beteiligungs GmbH ausgebremste, schuf man hinter den für die Anleger errichteten Sanierungskullissen offenbar vollendete Tatsachen. Innerhalb der EURO GRUNDINVEST - Gruppe gab es massive Umstrukturierungen, bei mehreren Objektgesellschaften wurde die Liquidation eingeleitet. Rechtsanwalt Forster von der Kanzlei Lachmair & Kollegen: "Seit Einschaltung der KRG rügen wir die fehlende Aufklärung der Vorgänge bei der EURO GRUNDINVEST nach dem Einstieg von Sven Donhuysen. Von Anfang an wurde mit dem Finger stets auf den Gründer Malte Hartwieg gezeigt und dieser für die Notlage der EURO GRUNDINVEST verantwortlich gemacht. Dabei ist es aus meiner Sicht unwahrscheinlich, dass das Vermögen alleine durch seine Handlungen und Versäumnisse auf unter 15 % des Anlegerkapitals reduziert wurde. Im Zeitpunkt der Übernahme im Sommer 2014 war die EURO GRUNDINVEST noch im Besitz zahlreicher werthaltiger Immobilien, insbesondere in München und auf Mallorca. Der Ablauf und das Ergebnis des Verkaufs der spanischen Immobilien zeigt umso klarer, dass auch sämtliche seit 2014 durchgeführten Transaktionen auf den Prüfstand gehören. "

 

III. Andauernde Ermittlungsverfahren gegen Sven Donhuysen wegen EGI und Canada Gold Trust

Als Reaktion auf die Umleitung der Verkaufserlöse durch Sven Donhuysen haben Anlegeranwälte und Anleger nunmehr Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft München I gestellt. Rechtsanwalt Stefan Forster: "Die Unterrichtung der Staatsanwaltschaft über die neuen Vorgänge schadet nicht, man sollte sich davon aber auch keine Wunder erwarten. So wird gegen Sven Donhuysen bereits seit Jahren im Rahmen des 2013 nach Anzeigen der Kanzlei Lachmair & Kollegen initiierten Strafverfahrens  316 JS 211330/13 ermittelt, wie auch gegen Malte Hartwieg und Christian Kruppa. Auch die neuen Strafanzeigen werden nach meiner Kenntnis im selben Verfahren bearbeitet. Sven Donhuysen steht eigentlich seit langem als Beschuldigter im Focus der staatsanwaltlichen Ermittlungen. Es ist mir nur schwer nachvollziehbar, wie er sich trotzdem zu einer so fragwürdigen Aktion wie dem Umleiten der spanischen Verkaufserlöse hinreissen lässt." Neben der Staatsanwaltschaft München I ermittelt auch die Schwerpunktstaatsanwaltschaft Mannheim gegen Sven Donhuysen. Wegen seiner Rolle bei der Canada Gold Trust hatten die Rechtsanwälte Lachmair schon 2015 das Ermittlungsverfahren angestoßen. Auch bei der Canada Gold Trust sind mehr als 50 Millionen EUR an Anlegergeldern in dunklen Kanälen verschwunden.

 

IV. Rechtliche Einordung 

Aus Sicht der Kanzlei Lachmair & Kollegen haben sich Sven Donhuysen und die Knoll Restructuring Group GmbH (KRG) nunmehr offen als Gegner der EURO GRUNDINVEST - Anleger positioniert, mit dem primären Ziel, die Handlungen der EURO GRUNDINVEST - Geschäftsführung gerade auch nach 2014 zu verschleiern und sich selbst vor strafrechtlicher Verfolgung und zivilrechtlichen Schadensersatzforderungen der Anleger zu schützen. Erleichtert wird ihnen dies durch die Konstruktion der EURO GRUNDINVEST - Fonds. Prospektgemäß wurden das Anlegerkapital der einzelnen Fondsgesellschaften im Rahmen einer stillen Beteiligung an die einzelnen Objektgesellschaften weitergereicht. Diese haben die Gelder im Rahmen eines "Darlehenskreisels" wiederum zwischen sich und den einzelnen Projekten hin- und hergeschoben. Seitens der BDCC Beteiligungs GmbH als neuer Fondsgeschäftsführung gibt es kaum Möglichkeiten, die Knoll Restructuring Group GmbH (KRG) und Sven Donhuysen zur Zahlung der Verkaufserlöse zu zwingen. Rechtsanwalt Stefan Forster: "Auch wenn der Vorwurf der Unterschlagung gerade Laien einfach über die Lippen geht, kann eine solche im strafrechtlichen Sinne nur schwer nachzuweisen sein. Vor dem Hintergrund, dass die EURO GRUNDINVEST das gesamte Anlegerkapital in Höhe von rund 100 Millionen EUR durch großangelegten Anlagebetrug zu Lasten der einzelnen Anleger erlangt hat, bestehen aus meiner Sicht vielmehr Anhaltspunkte für den Vorwurf der Geldwäsche. Es ist  aus unserer Sicht nicht auszuschließen, dass Vemögen der EURO GRUNDINVEST durch das Verschieben ins Ausland vor einer Beschlagnahmung durchddie Staatsanwaltschaft entzogen werden soll."

Da Sven Donhuysen und die Knoll Restructuring Group GmbH (KRG) entgegen der ersten Ankündigungen auch keinerlei Ergeiz zeigten, (Schadens-) ersatzansprüche gegen den EURO GRUNDINVEST - Gründer Malte Hartwieg gerichtlich zu verfolgen oder zu Gunsten der geschädigten Anleger Ansprüche auf die mit Mitteln der EURO GRUNDINVEST - Anleger erworbenen und später in Liechtenstein deponierten Gold- und Vermögensbestände durchzusetzen,  können die geschädigten Anleger derzeit keine nennenswerten Rückflüsse aus der "Sanierung" der EURO GRUNDINVEST - Gruppe erwarten.

 

V. Schadensersatzklagen wegen Beteiligung an EGI - Fonds erfolgreich

Persönliche Schadensersatzansprüche gegen dem Initiator Malte Hartwieg, den Vertrieb und die EURO GRUNDINVEST müssen von den geschädigten Anlegern nach Einschätzung der Kanzlei Lachmair & Kollegen nach wie vor gerichtlich geltend gemacht werden, zumal hier der Eintritt der Verjährung zu Gunsten der Anspruchsgegner droht. Die von unserer Kanzlei vertretenen Mandanten können in diesen Gerichtsverfahren regelmäßig Erfolge verbuchen. Daneben wird gerade Zeichnern von Genussrechten der Euro Grundinvest AG die Geltendmachung Ihrer Forderungen gegenüber dem Insolvenzverwalter RA Rolf G. Pohlmann empfohlen. Soweit Anleger sich dazu nicht selbst in der Lage sehen, wird auch hier eine anwaltliche Vertretung empfohlen. 

Betroffenen Anlegern wird deshalb dringend empfohlen, sich in dieser Sache von qualifizierten und unabhängigen Anlegeranwälten beraten zu lassen. Mit Rechtsanwalt Stefan Forster und Rechtsanwalt Moritz Schmidt stehen zwei auf die Vertretung von Fondsanlegern spezialisierte Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht zur Verfügung, die sich in den letzten Jahren wesentlich um die Aufklärung der Machenschaften von Malte Hartwieg, der dima24.de und der EURO GRUNDINVEST verdient gemacht haben und mittlerweile mehrere hundert betroffene Anleger vertreten.

Kostenlose Erstberatung: Fachanwälte Stefan Forster,  Moritz Schmidt