Turbulente Gesellschafterversammlung - Sanierungskonzept und neue Untreuevorwürfe (28.02.2015)

Turbulente Gesellschafterversammlung - Vorwürfe gegen Jörg Schmolinski - Vorstellung eines Sanierungskonzepts - Betrugsvorwürfe mit Goldkaufprogramm der Goldvalley Mining

Im Vorfeld der Gesellschafterversammlung der vier Canada Gold Trust - Fonds gab es Spekulationen über eine  drohende Insolvenz der Henning Gold Mines Inc. ( HGM ) und der Canada Gold Trust - Gesellschaften.  Zudem wurde der HGM - Anteilseigner Jörg Schmolinski durch öffentlich lanciertes Material mit dem Verschwinden eines großen Teils der Anlegergelder in Verbindung gebracht und schwer belastet. Trotz dieser negativen Vorzeichen scheinen die beiden anderen HGM - Anteilseigner Peter Prasch und Sven Donhuysen mit der XOLARIS Service GmbH um Stefan Klaile wohl einen vernünftigen Kompromiss im Interesse der Anleger gefunden zu haben. Trotz eines in Aussicht gestellten Sanierungskonzeptes ist die Situation der Henning Gold Mines Inc. und der vier Canada Gold Trust Fonds jedoch als sehr schwierig anzusehen.

Aufgeschreckt durch die Meldungen der letzten Monate hatte es eine beachtliche Zahl an Canada Gold Trust - Anlegern zu den insgesamt vier aufeinanderfolgenden Gesellschafterversammlungen der Canada Gold Trust geschaft. Die inzwischen vier Fondsgesellschaften haben rund 47 Millionen EUR von den Anlegern eingesammelt und nach Abzug der sog. Weich- / Vertriebskosten insgesamt ca. 39 Millionen EUR als Nachrangdarlehen an die verschiedenen Tochterfirmen der Henning Gold Mines Inc. ( HGM ) verliehen. Bereits vor mehr als einem halben Jahr wurde hier über die diversen Verflechtungen der Canada Gold Trust und der Henning Gold Mines Inc. berichtet, insbesondere was den für das operative Geschäft der Henning Gold Mines Inc. ( HGM ) zuständigen Jörg Schmolinski betraf. Dieser hatte neben seinem Engagement bei der Henning Gold Mines Inc. und der Canada Gold Trust spätestens ab 2012 beachtliche eigene Aktivitäten entwickelt. Hervorzuheben sind das aus unserer Sicht von ihm initierte  "Goldkaufprogramm" der Goldvalley Mining Inc. oder der mit dem dima24.de Chef Malte Hartwieg initiierte NCI New Capital Invest Proven Gold Direct 21 - Fonds, dem sogar noch ein Silberfonds NCI New Capital Invest Proven Silver Direct 22 nachfolgen sollte. In den letzten Wochen waren immer wieder Berichte über interne Streiterein im Board der Henning Gold Mines Inc. lanciert worden, schnell kristallisierten sich mit der XOLARIS - Treuhandgesellschaft von Stefan Klaile und dem HGM - Anteilseigner Sven Donhuysen auf der einen, den Canada Gold Trust - Fondsgesellschaften unter der Geschäftsführung von Peter Prasch und dem anderen HGM - Anteilseigner Jörg Schmolinski zwei angeblich zerstrittene Lager heraus.
 
Mit dem Ziel, mehr Mitsprache- und insbesondere Einsichtsrechte bei den Fondsgesellschaften und damit mittelbar bei der Henning Gold Mines Inc. zu erhalten, sollte nach der Vorstellung der XOLARIS Service GmbH Treuhandgesellschaft  neben der Canada Gold Trust Verwaltungs GmbH eine zusätzliche Komplementärin eingesetzt werden. Als Begründung wurden im Vorfeld Hinweise auf schwere Unregelmäßigkeiten bei der HGM sowie der Kauf der Canada Gold Trust - Gruppe durch die HGM genannt.
 
Neben vielen Anlegern konnte die XOLARIS auch Vertreter der Canada Gold Trust, insbesondere Peter Prasch sowie den Großaktionär der HGM Sven Donhuysen zur Teilnahme bewegen. Nicht anwesend war mit Jörg Schmolinski der zweite Großaktionär der HGM. Bereits in den Tagen zuvor war der Vorwurf laut geworden, dieser halte sich inzwischen als Jörg Moser in Dubai auf. Noch am Tag der Gesellschafterversammlung  wurden verschiedenen Medien und Anwälten Dokumente zugespielt, welche eine Veruntreuung eines großen Teils der Anlegergelder durch Jörg Schmolinski zu beweisen scheinen. Demnach sollen aus der HGM - Gruppe hohe Summen an verschiedenste mit Jörg Schmolinski und dem NCI New Capital Invest Direct Proven Gold 21 - Fonds in Verbindung stehende Firmen gezahlt worden sein.   Dies scheint die bisherigen Recherchen der  Münchner Kapitalmarktskanzlei Lachmair zu bestätigen, wonach nach der nicht erfolgreichen Exploration des Mary Creek - Claims nur noch wenige nachweisbare Aktivitäten der HGM - Gruppe vorzuweisen sind. "Aus unserer Sicht deutet vieles auf schwere Unregelmäßigkeiten bei der Henning Gold Mines Inc. hin. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass im Zusammenhang mit dem NCI New Capital Invest Direct Proven Gold 21 - Fonds und dem "Goldkaufprogramm" der Goldvalley Mining Inc. Anlegergelder zweckentfremdet wurden. Eine gründliche unabhängige Aufklärung der Vorgänge ist unabdingbar, bevor nur daran gedacht werden darf, weiteres Kapital von den Anlegern einzufordern", so Rechtsanwalt Stefan Forster von der Kanzlei Lachmair & Kollegen.
 
Trotz der durch diese Enthüllungen im Vorfeld angespannten Atmosphäre vermochte die XOLARIS - Treuhandgesellschaft am Ende des Tages einen Erfolg zu verbuchen. Das Ziel der Canada Gold Trust Verwaltungs GmbH eine weitere Komplementärin zur Verfügung zu stellen wurde mit großer Mehrheit erreicht. Zudem wurde vereinbart, dass die XOLARIS Service GmbH mit als Auftraggeberin für eine Prüfung der HGM - Gruppe durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft fungieren und dadurch ebenfalls erweiterte Kontroll- und Einsichtsrechte erlangen soll.
 
Der Verlauf der Gesellschafterversammlung bestätigte die bisherigen Recherchen zur Situation der Canada Gold Trust - Fonds, auch wenn sich deutlich zeigte, dass die verschiedenen Interessengruppen hinter der Henning Gold Mines Inc.  die Gesellschafterversammlung jeweils in ihrem Sinne inszenieren wollten. Als im Laufe des Tages die von der BaFin angeordnete Durchsuchungen im Zusammenhang mit der BWF-Stiftung bekannt wurden, kam zudem die Befürchtung auf, es könne einen Zusammenhang zwischen dem "Goldkaufprogramm" der Goldvalley Mining Inc., entsprechenden Modellen der BWF-Stiftung in Berlin und den Goldgeschäften im Zusammenhang mit dem Verkauf der Euro Grundinvest geben.
 
Bereits fest zu stehen scheint jedenfalls, dass die Canada Gold Trust - Fonds die Anlegergelder nicht zu dem im Prospekt versprochenen Zeitpunkt zurückzahlen kann, ja sogar die Rückforderung bereits gezahlten Ausschüttungen droht - und sollte es vorerst auf freiwilliger Basis im wege der Sanierung der Fonds sein. Anleger sollten deshalb für ihren konkreten Einzelfall prüfen lassen, ob sie eine sofortige Rückabwicklung der Beteiligung anstreben, oder aber einer auf Jahre ausgelegten Sanierung vertrauen sollen. "Die letzten Stunden und Tage haben gezeigt, dass bei den meisten Informationen im Zusammenhang mit den Canada Gold Trust - Fonds erst einmal ein gesundes Misstrauen angezeigt ist", so Rechtsanwalt Moritz Schmidt von der Kanzlei Lachmair und Kollegen. Dabei sollte sichergestellt sein, dass der eigene Anwalt unabhängig ist und allein im Lager der Anleger steht. Sollten die Canada Gold Trust Fonds die Anlegergelder nicht zurückzahlen können, bleiben den Anlegern Schadensersatzansprüche gegen den Vertrieb, die Gründungsgesellschafter und Initiatoren. Insbesondere im Fall des Canada Gold Trust II - Fonds droht hier spätestens in den nächsten Monaten die Verjährung wichtiger Schadensersatzansprüche. Unabhängig von der Entwicklung der nächsten Wochen sollte deshalb in jedem Einzelfall geprüft werden, wie die Verjährung zumindest gehemmt und unberechtigten Rückforderugnen der Auszahlungen entgegengetreten werden kann. 
 
Betroffenen Anlegern wird dringend empfohlen, sich in dieser Sache von qualifizierten und unabhängigen Anlegeranwälten beraten zu lassen. Mit Rechtsanwalt Stefan Forster und Rechtsanwalt Moritz Schmidt stehen zwei auf die Vertretung von Fondsanlegern spezialisierte Anlegeranwälte zur Verfügung, die sich in den letzten Monaten wesentlich um die Aufklärung der Machenschaften der dima24.de verdient gemacht haben und mittlerweile mehrere hundert betroffene Anleger vertreten.
 
Kostenlose Erstberatung:       forster@ra-lachmair.de         schmidt@ra-lachmair.de