Canada Gold Trust und NCI 21 - Schmutzige Gold - Fonds im dima24.de Vertrieb (29.08.2014)

Keine ausreichenden Goldvorkommen - Keine nennenswerte Goldförderung - Verstrickungen der Hintermänner in EGI und NCI 21
 
Sachwertanlagen in Kanadische Goldminen standen im Jahr 2012 scheinbar hoch im Kurs – gleich mehrfach befasste sich unter anderem „Der Aktionär“ mit dem „Goldrush in Canada“ und pries mit Schlagwörtern wie „Open Pit Mining“ und „Cariboo District“ die erfolgsversprechenden Investmentmöglichkeiten in den Weiten Kandas. Neben den Öl- und Gasfonds der NCI New Capital Invest waren auch die verschiedenen Goldfonds Topseller von Malte Hartwiegs dima24.de – Imperium. Nach dem Verschwinden eines großen Teils der Anlegergelder der Fonds der Selfmade Capital und der NCI New Capital Invest konnten Anleger beim NCI New Capital Invest Proven Gold Direct 21 – Fonds und den verschiedenen Fonds der Canada Gold Trust – Gruppe angesichts erfolgter Vorabausschüttungen noch hoffen.
Für große Unruhe sorgte im Juli die Ankündigung der Canada Gold Trust – Fonds, die Beteiligungen der Anleger in Aktien des Mutterkonzerns Henning Gold Mines Inc. umwandeln zu wollen, angeblich zum Vorteil für die Anleger. Recherchen der Kapitalmarktkanzlei Lachmair & Kollegen aus München deuten jedoch darauf hin, dass der Hintergrund vielmehr in den fehlenden Goldverkaufserlösen zu sehen ist, aus denen die versprochenen hohen jährlichen Renditen der Anleger konzeptgemäß bestritten werden sollten.
Inzwischen musste die Henning Gold Mines Inc. , seit diesem Frühjahr auch Eigentümerin der Canada Gold Trust – Gruppe einräumen, dass den ursprünglichen Claims der Mary Creek Gold Mines Inc. (Canada Gold Trust I), Beaver Pass Gold Mines Inc. (Canada Gold Trust II) und Stanley Gold Mines Inc. (Canada Gold Trust III) trotz der zwischenzeitlich erfolgten Vorabausschüttungen keinerlei nennenswerte Goldförderung stattfand. Nach Exploration des Mary Creek Claims seien keine ausreichenden Goldvorkommen bestätigt worden, bei den restlichen Claims sei die Exploration noch nicht weit genug fortgeschritten. Im Bereich des Eight Mile Lake Claims wurden im Jahr 2013 wohl ausreichend Vorkommen für eine Probeförderung nachgewiesen, aber bislang nur ein Bruchteil der für die Bedienung der Forderungen der Fonds benötigten Verkaufserlöses erwirtschaftet. „Selbst wenn man die geplante Umwandlung in eine Aktiengesellschaft ausblendet, stellt sich die Frage, wie das Fondsziel in der verbleibenden Zeit damit überhaupt noch erreicht werden kann“, so Rechtsanwalt Moritz Schmidt von der Kanzlei Lachmair und Kollegen.
Immer mehr zeigt sich zudem, welche Verflechtungen im Bereich der verschiedenen Goldfonds auch mit Malte Hartwiegs dima24.de – Imperium bestehen. So flossen scheinbar auch die Anlegergelder des NCI New Capital Invest Proven Gold Direct 21 – Fonds zum großen Teil an die GV Mining GP. Als Managing Director ist dort mit Jörg Schmolinki auch ein Board Member der Henning Gold Mines Inc. angegeben, welcher bis zum 06.08.2014 auch als Geschäftsführer der Malte Hartwieg Firma NCI New Capital Invest Proven Gold Canada Management GmbH im Handelsregister eingetragen war. Die leidgeprüften Anleger dürfte es deshalb nicht mehr wundern, weshalb sowohl der NCI 21 – Fonds als auch die Canada Gold Trust Fonds in denselben einschlägigen Magazinen und Ratingberichten hochgejubelt wurden wie die anderen dima24.de -Fonds.
Es besteht die Gefahr, dass sich die fehlenden Goldvorkommen auch auf den NCI 21 – Fonds auswirken. Obwohl zum Konzern der Henning Gold Mines Inc. auch die Golden Valley Mining gehört, gab sich der Managing Director der Golden Valley Mining, der selbsternannte Goldexperte Björn Paffrath im Juni 2013 noch sehr optimistisch. Unter anderem gäbe es eine Beteiligung am Nixon Fork Goldprojekt in Canada, bei dem bereits 3.000 Unzen Gold gefördert worden seien. „Für die Anleger sind die Aussagen zu tatsächlichen und erwarteten Fördermengen der einzelnen Minenfirmen kaum nachvollziehbar. Schon die Henning Gold Mines Inc. ist ein Beispiel für die komplizierten Beteiligungen der verschiedenen Firmen aneinander und an verschiedenen Claims. Zudem ist oft nur von in der Zukunft gewollten oder erwarteten Fördermengen die Rede. Der Anleger muss sich deshalb voll auf die Seriosität der Firmen verlassen“, mahnt Rechtsanwalt Stefan Forster von der Kanzlei Wilhelm Lachmair & Kollegen jedoch zur Vorsicht.
Auffällig sind auch die Beteiligungen der Henning Gold Mines Inc. an der SN Mineral AG und der Wingdam Mining AG. Diese stehen offenbar im Zusammenhang mit einem „share deal“ mit der First Capital Invest AG. Letztere Firmen stehen im Zusammenhang mit der Aktie der SN Mineral Mining AG des verhafteten Peter Sommer. Als typische Pennystock-Aktie war diese in dubiosen Börsenbriefen erst hochgelobt worden, um dann im Dezember 2012 mit einem Schlusskurs von unter 3 Cent aus dem First Quotation Board entfernt zu werden.
Ein noch brisanterer „share deal“ fand im Frühjahr zwischen Malte Hartwiegs NITRO INVEST und der Schweizer IPF AG (International Property Finance AG) statt. Über seine Holdinggesellschaft NITRO INVEST hatte Malte Hartwieg bis dahin 100% der EURO GRUNDINVEST – Anteile gehalten. Recherchen der Kanzlei Lachmair und Kollegen ergaben inzwischen, dass hinter der IPF AG der Schweizer Investor Sven Donhuysen steckt. Donhuysen ist über seine Gesellschaften auch Eigentümer der Henning Gold Mines Inc. und damit der Canada Gold Trust - Gruppe. Nach Aussagen des neuen Eigentümers laufen bei der EURO GRUNDINVEST in München gerade „Due Diligence“-Prüfungen – Ausgang ungewiss.
Nicht nur für die Anleger der allesamt von Malte Hartwiegs dima24.de vertriebenen Fonds NCI New Capital Invest Proven Gold Direct 21, Canada Gold Trust I, II, III und IV brechen nach diesen Erkenntnissen wohl unruhige Zeiten an. „Aufgrund der völlig unvorhersehbaren zukünftigen Entwicklung sollten diese Beteiligungen einer genauen rechtlichen Prüfung unterzogen werden“, so Rechtsanwalt Forster von der Kanzlei Lachmair.
Betroffenen Anlegern wird dringend empfohlen, sich in dieser Sache von qualifizierten und unabhängigen Anlegeranwälten beraten zu lassen. Mit Rechtsanwalt Stefan Forster und Rechtsanwalt Moritz Schmidt stehen zwei auf die Vertretung von Fondsanlegern spezialisierte Anlegeranwälte zur Verfügung, die sich in den letzten Monaten wesentlich um die Aufklärung der Machenschaften der dima24.de verdient gemacht haben und mittlerweile mehrere hundert betroffene Anleger vertreten.

Kostenlose Erstberatung:  forster@ra-lachmair.deschmidt@ra-lachmair.de