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Wilhelm Lachmair & Kollegen

Rechtsanwälte - Fachanwälte

Gesellschaftsrecht

Gesellschaftsrechtliche Fragen bestimmen mittlerweile vielfach die Chancen und das Vorgehen in vielen Rechtsbereichen. Insbesondere werden auch die hier bearbeiteten Themen im Kapitalanlage- und Arbeitsrecht in vielen Fällen maßgeblich beeinflusst.

Viele Kapitalanlagen sind als Gesellschaften konzipiert, an denen man sich als Anleger beteiligt. Was am Anfang harmlos klingt, kann später gravierende Konsequenzen nach sich ziehen. Die Beteiligung etwa an Berlin Fonds hat viele Anleger noch nach Jahrzehnten in existenzielle Probleme gebracht. Die Tücken der Haftung führen dazu, dass Beteiligte, die vielfach schon im Rentenalter sind, nochmals zu erheblichen Nachzahlungen gezwungen sind. Viele Anleger von Medienfonds, die regelmäßig in der Rechtsform der Kommanditgesellschaft aufgelegt werden, müssen sich heute mit Kapitalerhaltungsvorschriften auseinandersetzen. Nicht wenige Fonds fordern, teilweise zu Unrecht, Ausschüttungen über eine ganze Reihe von Jahren zurück. Geld das oft nicht zur Verfügung steht.

Wenn Fondsgesellschaften in Schieflage geraten, stellt sich oft auch die Frage, wer gegebenenfalls welche Ansprüche geltend machen kann. Sind diese auf originäre Prospektfehler oder Täuschungen zurückzuführen, dann ist der einzelne Gesellschafter der Anspruchsinhaber. Werden die Fonds dagegen "nur" schlecht verwaltet, ist die Gesellschaft als solche gefordert. Dies ist unter anderem auch der Grund, warum jeder Gesellschafter den rechtlich verbürgten Anspruch hat, die Adressen seiner Mitgesellschafter zu erfahren, auch wenn dies die Fondsgesellschaften gerne verhindern möchten. Der Bundesgerichtshof hat bislang allerdings sämtliche Versuche, etwa durch Allgemeine Geschäftsbedingungen oder aus vorgeschobenem Datenschutz Erwägungen die Herausgabe verweigern, abschlägig beurteilt.

Eine vernünftige Bewertung der Chancen und Risiken gesellschaftsrechtlicher Kapitalanlagen-Modelle ist deshalb ohne vertiefte Kenntnisse des Gesellschaftsrechts nicht möglich. Aber auch im Arbeitsrecht sind derartige Erwägungen immer präsent. Wer ist der Arbeitgeber, wer kann, darf kündigen oder einstellen - auch diese Fragen werden häufig durch die gesellschaftsrechtliche Organisation des Arbeitgebers beeinflusst. Dies gilt bis hin zu Insolvenzfragen, wenn unklar ist, wer etwa restlichen Arbeitslohn noch schuldet.

Unsere Kanzlei hat vor diesem Hintergrund vertieftes Wissen aufgebaut, das demnächst auch durch eine entsprechende Fachanwältin nach außen repräsentiert wird.