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Leasingvariationen
EuropLeasing mit schlechter Medienkritik - weitere hoch riskante KG-Beteiligung - Planziele offensichtlich deutlich verfehlt - bereits in der Vergangenheit negatives Medienecho
München, 10.10.2005; Verheerende Kritiken muss sich die EuroLeasing AG anhören, an deren Fondstochter EuropLeasing AG & Co. Financial Solutions KG man sich als Kommanditist beteiligen kann. Die beiden Kerngesellschaften, die EuropLeasing Fondsservice GmbH als Vertriebsgesellschaft und die EuropLeasing AG als Komplementärin sind zwischenzeitlich in Haar Nähe München ansässig. Ganz offensichtlich hat man keine Angst vor den hierzulande durchaus gestrengen, wenn auch latent überlasteten Staatsanwälten. Das könnte riskant sein.
Glaubt man dem Branchendienst kapital-marktintern (k-mi, dann wird seit Jahren nur ein kleiner Bruchteil der prospektierten Erlöse erreicht. Vor Vorläufern des jetzigen Angebots wurde schon im Juni 2000 gewarnt. Seinerzeit war die Gesellschaft noch in Konstanz ansässig. K-mi fand schon zum damaligen Zeitpunkt eine massive Abweichung der prospektierten von der tatsächlichen geschäftlichen Entwicklung und zieht das Fazit:
"Riskante unternehmerische Beteiligungen mit Totalverlustrisiko, bei der sich uns nicht erschlossen hat, warum man sich ausgerechnet an diesem Unternehmen beteiligen sollte. Wir raten Vermittlern und Anlegern zur Vorsicht!"
Und nun also offensichtlich die Fortsetzung, mit offensichtlich gleichem wirtschaftlichen Hintergrund. Auch hier handelt es sich um einen hochriskanten Publikumsfonds, bei dem die Einflussmöglichkeiten des einzelnen Gesellschafters praktisch gegen Null gehen. Das könnte gerade hier problematisch sein. Denn eine wesentliche Verbesserung in Bezug auf die zitierte Vergangenheit scheint sich nicht einzustellen. Originalzitat k-mi:
Im ersten Prospekt-Check hatte 'k-mi' bezweifelt, dass die prospektierten Umsatzzahlen tatsächlich erreicht werden könnten und dass bis zu diesem Zeitpunkt Fremdkapital in Höhe von 160 Mio. Euro aufgenommen werden könne. Die Voraussagen der Anlageexperten von 'k-mi' wurden heute durch die Ist-Zahlen belegt.
Ferner bestehen zwischen der Stellungnahme von Prof. Otto und den Angaben im Prospekt teils erhebliche Diskrepanzen. So beteuert Otto: "Zwischen der Höhe des Kommanditkapitals und dem Erfolg der Gesellschaft … besteht kein direkter Zusammenhang. Die Anlegergelder werden nicht direkt für das Leasinggeschäft verwendet." Im Prospekt hingegen findet sich folgender Hinweis: "Ein gegenüber der Planung schlechterer Plazierungs- und/oder Einzahlungsverlauf würde die kalkulierten Fondsergebnisse negativ beeinflussen." Anlegeinteressenten sind zur Vorsicht ermahnt.
Auch wenn man hier nicht von einem völlig substanzlosen Angebot ausgehen sollte, gibt es reichlich Raum für Vorbehalte und Bedenken. Ein ernsthafter Geschäftsbetrieb scheint immerhin zu bestehen. Die massive Zielverfehlung ist aber in jedem Fall problematisch und weckt Zweifel an der Kompetenz der Betreiber. Wir sind bei derartigen Produkten stets skeptisch. Schein und Sein klaffen hier sehr stark auseinander. Vor diesem Hintergrund muss man wohl auch bezweifeln, dass es sich dabei um eine sinnvolle Kapitalanlage handelt.
Wir bleiben für Sie am Ball.
