EuropLeasing AG

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In Focus 24/2000 wurde eine Liste von 26 empfohlenen Anlegeranwälten veröffentlicht, zu denen damals bereits Wilhelm Lachmair zählte.
Empfohlene Wirtschaftskanzlei für Kapitalanlagerecht

EuropLeasing - Pleite!!!

KG und AG am Ende - Insolvenzanträge wurden gestellt - zweifelhafte Angaben über ominösen "Großzeichner" - Millionenschaden für die Anleger - wir warnten trotz Einschüchterungskampagne frühzeitig


München, 15.12.2006; Es ist wohl, wie mit dem "Problembären". Von fern gesehen wirkt er putzig und niedlich, doch wenn man ihm zu nahe kommt und er sich in die Enge getrieben fühlt, wird gebissen und gekratzt. Unsere Kanzlei wurde bereits im Dezember letzten Jahres wegen angeblich unwahrer Berichterstattung angegriffen und abgemahnt. Es folgte eine Schmutzkampagne, ein einstweiliges Verfügungsverfahren und sogar eine Klage vor dem Landgericht München I, mit denen uns die Information der Anleger - bislang ergebnislos - vermiest werden sollte. Zuletzt wurden wir mit der Behauptung, ein angeblicher Großinvestor hätte die Liquiditätsengpässe beseitigt, dazu gebracht, eine Publikation betreffend div. Liquiditätsengpässe zunächst aus dem Netz zu nehmen.

Und nun am 13.12.2006 um 15.36 Uhr, also Auftakt zum letzten Akt. Unter dem Aktenzeichen 67a IN 525/06 des AG Hamburg wird für die EuropLeasing AG & Co. Financial Solutions KG der Hamburger Rechtsanwalt Stefan Denkhaus als vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt und ein Verfügungsverbot ausgesprochen. Und die EuropLeasing AG folgte am gestrigen 14.12.2006 nach. Unter dem Aktenzeichen 1503 IN 4166/06 des AG München wurde der Münchner Rechtsanwalt Dr. Bruno Kübler zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Ein offensichtlicher und besonders dreister Fall von Anlagebetrug geht seinem Ende zu.

Für uns kommt die Entwicklung wenig überraschend. Die von uns aufgestellten tatsächlichen Behauptungen über die krassen Abweichungen von den eigenen Umsatz- und Ergebnisprognosen sind, soweit sie sich nicht schon aus den vorgelegten Jahresabschlüssen ergeben, sorgfältig ermittelt und erweislich. Wie wir schon in unserem Bericht Marktführer ohne Umsätze dargelegt haben, klafft zwischen Soll- und Ist-Zahlen der EuropLeasing eine Diskrepanz von teilweise weit über 90%. Daran hatte sich auch in letzter Zeit nichts geändert, auch wenn zwischenzeitlich wieder ein Businessplan existieren sollte, der 2014 Umsätze aus Leasinggeschäft von 170 Millionen Euro zum Gegenstand hat. Und auch wenn den Aktionären gegenüber ausweislich eines uns vorliegenden Protokoll des Aufsichtsratsvorsitzenden Herbert Friedrich zu einen Gesellschaftertreffen vom 08.06.2006 massive Liquiditätsengpässe eingeräumt wurden.

Die angeblich geplante Kapitalerhöhung war von Anfang an zweifelhaft, zumal man damals offensichtlich schon nicht wusste, woher das Geld kommen solle. Dies, zumal ja eine Prospekterstellung ausgeschlossen war, denn dann hätte ja die Historie dargestellt werden müssen. Schon damals hieß es in dem Protokoll, der Cash-Flow würde mittels "Forderungsverkäufen des Leasingneugeschäftes" entstehen. Nach unserer Einschätzung bedeutete dies nichts anderes, als dass die Gesellschaft wohl keine eigenen Leasinggeschäfte mehr ins Portfolio nehmen konnte. Anstelle eines Überschusses aus Leasingverträgen wurde demzufolge nur eine Provision erwirtschaftet.

Die Hamburger Staatsanwaltschaft nimmt derweil über ihren wirtschaftlichen Prüfdienst unter dem Aktenzeichen 5500 Js 33/06 die Bilanzen auseinander. Nach unserer Ansicht gibt es eine ganze Reihe von mehr oder minder Verantwortlichen, die am Ende in die Haftung genommen werden können. Wieviel dann am Ende herauskommt, wird man allerdings abwarten müssen. Wir bleiben für Sie am Ball.