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Alpha Opportunity Corp. - verbotene Aktivitäten?

Verbotswidrige Bankgeschäfte und der Verkauf wertloser Aktien - illustre Gruppe nimmt Bundesbürger aus


München, 14.08.2008; Jeffrey A. Nesbitt und Adam Kravitz, eine illustre Firma namens Alpha Opportunity Corp. und noch einige weitere Gesellschaften, beginnend mit der zwischenzeitlich insolventen Everest Conference GmbH sowie einem Biotechunternehmen namens ChemVita Inc. bilden den Hintergrund für eine exotische Geschichte mit schillernden Angeboten, viel Wind und am Ende für die Anleger wohl auch viel Frust.

Den konnten sich diejenigen schon abholen, die sich an einer Darlehensvergabe der Alpha Opportunity an der Rostocker Everest Conference beteiligt haben. Die erhielten zwischenzeitlich Post vom Insolvenzverwalter des Unternehmens Kübler. Die Anleger wurden mit angeblichen und dann doch nicht existenten Förderungszusagen der Mecklenburger Regierung geködert. Zu erreichen sei die Firma zuletzt unter der Berliner Adresse der Alpha Opportunity in der Lennéstr. 3 gewesen.

Ferner winkt man mit angeblich aussichtsreichen Aktiengeschäften, sowohl in Hinblick auf die Firma Alpha Opportuity als auch auf weitere Gesellschaften wie etwa eine ominöse ChemVita Holding Inc.. Die hat ihren Sitz - welch Zufall - an der Anschrift des Nesbitt in der Glendale Road in Marblehead. Dort soll der übrigens auch wohnen.

"weltweite Aktivitäten"
Wenn das alles so stimmen soll, dann wird in Marblehead (etwas euphemistisch bezeichnet als das "Headquarter Boston") ein wirklich großes Rad gedreht. Danach gebe es noch ein "London Office", Niederlassungen in Bejing und Hong Kong sowie "Advisors" im Schweizerischen Zug. Und natürlich das "Berlin Office", von dem aus der Vertrieb, überwiegend nach klassischer Telefonverkaufsmanier, erfolgt. Gehört man schon zur auserwählten Kundschaft, dann kommt auch schon mal der Geldbote, um die Mittel in Empfang zu nehmen, selbstverständlich im strengen Business-Zwirn.

Nicht zu vergessen, eine Düsseldorfer Niederlassung in der dortigen Speditionsstr. 15 habe es auch noch gegeben, die man aber in einer Nacht- und Nebel-Aktion und angeblich unter Zurücklassung erheblicher Mietrückstände verlassen habe.

Was nun ebenso wenig vertrauenserweckend ist wie die Darlehensaktion mit Everest Conference, die nach unserer Einschätzung im übrigen klar gegen das Kreditwesengesetz verstößt. Denn eine dafür erforderliche Bankerlaubnis konnten wir weder bei Alpha Opportunity noch bei Nesbitt oder Kravitz recherchieren.

Dabei soll nicht versäumt werden, auf den durchaus schillernden Hintergrund der beiden hinzuweisen. Nesbitt sei ein erfolgreicher Luft- und Raumfahrtmanager, Kravitz hingegen Rechtsanwalt in Tel Aviv und London und angeblich einer der wenigen Vertrauten eines zwischenzeitlich untergetauchten deutschen Hedgefonds-Gurus. Was beide nun in Geschäfte treibt, die zumindest den Verdacht der Penny-Stock-Kriminalität mit sich bringen, ist zunächst nicht nachvollziehbar. Auch der Name "Alpha Opportunity" dürfte nicht glücklich gewählt sein, wird diese Bezeichnung doch schon für einen schon seit längerem aufgelegten DWS-Fonds verwendet.

Wer hier größere Beträge investiert hat und mittlerweile kein allzu gutes Gefühl mehr hat, sollte ggf. schnell aktiv werden. Wie die Düsseldorfer Niederlassung zeigt, ist man schnell da, aber auch schnell wieder weg. Und auch in der Lennéstr. wird unliebsame Post gar nicht mehr entgegengenommen.