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Akzenta - Tage gezählt?
Hinweis auf massive Zahlungsprobleme in der Neubeuerner Finanzzauberer - Strafprozess schleppt sich fort - wer haftet für in die Kundeneinlagen?
München, 20.09.2007; Akzenta und kein Ende: Wegen einer Forderung von gerade einmal 7.249,50 €, die gerichtlich tituliert wurde, wurde jetzt Termin zur eidesstattlichen Versicherung über das Vermögen der Akzenta AG anberaumt. Offensichtlich sieht man sich in Neubeuern nicht einmal in der Lage, solche vergleichsweise bescheidenen Forderungen auszugleichen. Stattdessen scheint der Vorstand jetzt eine sinnvolle Beschäftigung darin zu erblicken, Nonsensemails an seine Kunden und Mitarbeiter zu versenden. Das lässt natürlich für die Anleger wieder einmal Böses ahnen. Am Ende wird es wieder so sein, wie immer: Das Geld ist weg und die Geldgeber blicken in die Röhre.
Das Recht ist für die Schnellen und für die Hellen. Den Schaden haben neben den Geldgebern natürlich auch die Vermittler, sich jetzt massiven Haftungsproblemen ausgesetzt sehen. Eines wird man der Anlage sicherlich nicht attestieren können: Plausibel oder rechnerisch nachvollziehbar ist sie unzweifelhaft nicht. Und wer als Vermittler ein derartiges Produkt empfiehlt, ist natürlich sehr schnell in der persönlichen Haftung.
Die Geschädigten finden in diesem Falle wenigstens den Trost, dass die Hauptschuldigen anders als bei der unseligen Göttinger Gruppe am Ende wohl der verdienten strafrechtlichen Sanktion zugeführt werden. Eine Protzvilla für die Vorstandsfamilie und ein Supermaserati als Vermögensanlage ist eben doch etwas wenig.
Derweil schleppt sich der Strafprozess vor dem Landgericht München II weiter. Die Staatsanwaltschaft hat dabei einen erheblichen Punktsieg errungen, nachdem das Gutachten der von ihr beauftragten Wirtschaftsprüfungskanzlei jetzt zugelassen wurde. Allerdings geht man schon heute davon aus, dass der Terminplan, der ohnehin bis in das letzte Novemberdrittel reichte, wohl nicht ausreichen wird. Möglicherweise fallen die Urteile erst im kommenden Jahr. Ob dies am Ende für in die Verantwortlichen, insbesondere die Familie Chmiel und den weiteren Vorstand Braun wirklich Vorteile mit sich bringt, wird sich noch herausstellen. Wir bleiben für Sie am Ball.
