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Canada Gold Trust - Rückforderung der Vorabausschüttungen rechtens?

 

UPDATE 05.04.2015: Nach den turbulenten Gesellschafterversammlungen der Canada Gold Trust - Fonds droht den Anlegern nun auch noch die Rückforderung der erhaltenen Vorabausschüttungen. Zudem sind Zweifel am Sanierungskonzept der HGM und der Canda Gold Trust längst nicht ausgeräumt. Betroffene Anleger sollten die Rückzahlungsansprüche individuell prüfen lassen und Maßnahmen zur Hemmung der drohenden Verjährung von Schadensersatzansprüchen erwägen.  

 

Was sich bereits auf der Gesellschafterversammlung abgezeichnet hat, ist nun eingetreten: Im Namen der  der XOLARIS Verwaltungs GmbH fordert der neue Geschäftsführer Dr. h.c. Rudolf Döring von den Anlegern 30 Prozent der in den letzten Jahren erhaltenen Vorabausschüttungen zurück. Vor dem Hintergrund der drohenden Zahlungsunfähigkeit der Canada Gold Trust - Fondsgesellschaften wird die Rückforderung der bereits ausgezahlten Gelder als alternativlos dargestellt. Ohne die - zumindest vorerst- teilweise Rückforderung der Ausschüttungen könne der Geschäftsbetrieb nicht in der erforderlichen Weise aufrecht erhalten werden, zudem sei eine Rückforderung der Vorabausschüttungen in der Satzung vorgesehen, sollte dies sie Liquiditätdlage des Fonds erforderlich machen. Die Rückzahlungen der Mandanten werde zurückgefordert, um im Interesse der Anleger die Sanierung der Canada Gold Trust - Fonds und der Investitionen in Canada voranzutreiben. Mit der Bestellung der XOLARIS Verwaltungs GmbH als Komplementärin der Canada Gold Trust - Fonds seien die vorher bestehenden Interessenkonflikte beseitigt worden, der ursprünglich von der HGM an die BDO erteilte Auftrag zur Prüfung der Mittelverwendung sei erweitert worden, die Treuhandkommanditisten werde in die Prüfung einbezogen und ihr Auskunftsrechte erteilt. Vor dem Hintergrund der Ergebnisse dieses Gutachtens sollen Schadensersatzansprüche gegen die HGM und dem Board der HGM geprüft werden, während sich die HGM unter Einbeziehung der Komplementärin um neue Investoren bemüht. Der neue Geschäftsführer Dr. h.c. Rudolf Döring beschreibt seine Tätigkeit denn auch "als Sanierung notleidender Fonds" und "Krisenmanagement". Für viele Anleger, die die Entwicklungen bei ihren Canada Gold Trust - Beteiligungen bislang nicht besonders verfolgt haben, dürfte dieses Schreiben der XOLARIS den finalen Weckruf darstellen. Wurden sie bislang nur hinsichtlich der Rückzahlung des investierten Kapitals vertröstet, droht nun die Rückzahlung von eigenem Geld in nicht unerheblicher Höhe - selbst wenn es vorerst bei einem Drittel der erhaltenen Rückzahlungen bleiben sollte. Rechtsanwalt Moritz Schmidt von der Kapitalmarktkanzlei Lachmair & Kollegen, die mit mehreren hundert dima24.de - Geschädigten auch einen großen Teil der Canada Gold Trust - Anleger vertritt: "Unsere Anleger fürchten, dass sie nun schlechtem Geld noch einmal gutes Geld hinterher werfen müssen. Da sie über Jahre in dem Glauben gehalten wurden, die Auszahlungen stammten aus dem erfolgreichen Wirtschaften der HGM und der Canada Gold Trust - Fonds, dürften nur wenige die Zahlungen für Rückzahlung zurückgelegt haben. Insbesondere bei frühen Zeichnern drohen nun hohe Zahlungen - mit der Gefahr, dass am Ende ein Totalverlust steht."

Schon allein wegen der Rückzahlungsklausel in den Fondsverträgen sollten Anleger die Rückforderung durch die XOLARIS nicht pauschal als unwirksam ignorieren, zudem stellt auch eine Insolvenz der vier Canada Gold Trust - Fonds für die Anleger wohl keine wirkliche Perspektive dar. Vor einer vielleicht vorschnellen Rückzahlung der Gelder sollte die Rechtmäßigkeit der Rückforderung im konkreten Fall individuell geprüft werden, zumal Zweifel an den auf der Gesellschafterversammlung und im Rückforderungsschreiben gemachten Aussagen der HGM, der Canda Gold Trust - Fonds und der XOLARIS bislang noch nicht beseitigt werden konnten.

Obwohl die HMG auf den Gesellschafterversammlungen stets von erheblichen Goldvorkommen im Bereich des Eight Mile Lake - Claims sprach, kommt der sog. NI 43 - 101 Technical Report for Eight Mile Lake zu einem sehr viel kritischerem Ergebnis:  Demnach gibt es nur Hinweise auf Vorkommen der sog. "inferred category", auf ausreichenden tatsächlichen Explorationsmaßnahmen beruhende Beweise für tatsächlich vorhandene und wirtschaftlich abbaubare Goldvorkommen in dem angepriesenen Umfang lassen sich nach unserer Verständnis dem Report nicht entnehmen, unter anderem werden deshalb noch deutlich mehr  Probebohrungen empfohlen. Projekte, die ohne ausreichende Evidenzgrundlage und darauf fundierender Wirtschaftlichkeitsstudie mit der Förderung beginnen, hätten in der Vergangenheit ein erhöhtes Risiko des technischen und wirtschaftlichen Scheiterns gehabt.

WIe schon im Vorfeld bleibt auch das aktuelle Schreiben zur Person des neuen Geschäftsführers Dr. h.c. Rudolf Döring vage. Neben der genannten Firma Pro Emotion GmbH sind vor die nicht näher bezeichneten "anderen Gesellschaften" von Interesse, als eine von vielen etwa die in Liechtenstein beheimatetes SWM AG, wo er sich als Geschäftsführer um "gemanagte Edelmetallrohstoffverwaltung" kümmert. Erst im November letzten Jahres wurde über das Vermögen des Pylon Performance Fonds I das Insolvenzverfahren eröffnet - als Geschäftsführer der Pylon Performance Fund Management GmbH fungierte Dr. h.c. Rudolf Döring. Schon im Jahr 2004 war er für die Frankonia Service GmbH als Geschäftsführer  tätig. Die Produkte der Frankonia - Gruppe wurden zum Desaster für die Anleger mit strafrechtlichen Folgen für die Verantwortlichen. Kann die XOLARIS hier nicht mit Belegen für im Sinne der Anleger erfolgreich verlaufenden Sanierungsprojekten aufwarten, drängt sich eher der alte Spruch vom "medicus", der zum "vispillo" wurde auf.

Vor allem aber muss sich die XOLARIS daran messen lassen, wie konsequent die überaus konkreten und durch Dokumente scheinbar untermauerten Vorwürfe der Zweckentfremdung von Anlegergeldern durch die HGM und Jörg Schmolinski verfolgt werden. Rechtsanwalt Stefan Forster von der Münchner Kanzlei Lachmair & Kollegen sieht darin den entscheidenden Punkt für die betroffenen Anleger: "Wir raten den von uns vertretenen Anlegern von einer vorzeitigen Zahlung ohne individuelle Prüfung im Einzelfall ab. Zudem verlangen wir im Namen unserer Anleger konkrete Auskünfte zur Verwendung der Anlegergelder durch die HGM. Vor dem Hintergrund ganz konkreter benannter Firmen und Zahlungen müssen die Verantwortlichen bei der HGM und der XOLARIS endlich im Sinne der Anleger offenlegen, wohin deren Gelder geflossen sind, bevor noch weiteres Anlegerkapital zurückgefordert wird." Sollte eine Sanierung der Canada Gold Trust - Fonds scheitern, kommt möglichen Schadensersatzansprüchen gegen die Verantwortlichen bei den Canada Gold Trust - Fonds und dem dima24.de - Vertrieb eine entscheidende Bedeutung zu. Insbesondere im Fall einer Beteiligung an der Canada Gold Trust 2 GmbH & Co. KG droht spätestens ab dem Mai 2015 die Verjährung wichtiger Schadensersatzansprüche gegen die Hintermänner der Canada Gold Trust und der HGM. Rechtsanwalt Stefan Forster: "Unabhängig von der weiteren Entwicklung bei der HGM und der XOLARIS sollten in jedem Einzelfall verjährungshemmende Maßnahmen geprüft  werden, um im Fall eines Scheiterns der Canada Gold Trust - Fonds gegen die Verantwortlichen wegen Schadensersatz vorgehen zu können."

Betroffenen Anlegern wird dringend empfohlen, sich in dieser Sache von qualifizierten und unabhängigen Anlegeranwälten beraten zu lassen. Mit Rechtsanwalt Stefan Forster und Rechtsanwalt Moritz Schmidt stehen zwei auf die Vertretung von Fondsanlegern spezialisierte Anlegeranwälte zur Verfügung, die sich in den letzten Monaten wesentlich um die Aufklärung der Machenschaften der dima24.de verdient gemacht haben und mittlerweile mehrere hundert betroffene Anleger vertreten.
 
Kostenlose Erstberatung:       forster@ra-lachmair.de         schmidt@ra-lachmair.de

 

UPDATE 28.02.2015: Im Vorfeld der Gesellschafterversammlung der vier Canada Gold Trust - Fonds gab es Spekulationen über eine  drohende Insolvenz der Henning Gold Mines Inc. ( HGM ) und der Canada Gold Trust - Gesellschaften.  Zudem wurde der HGM - Anteilseigner Jörg Schmolinski durch öffentlich lanciertes Material mit dem Verschwinden eines großen Teils der Anlegergelder in Verbindung gebracht und schwer belastet. Trotz dieser negativen Vorzeichen scheinen die beiden anderen HGM - Anteilseigner Peter Prasch und Sven Donhuysen mit der XOLARIS Service GmbH um Stefan Klaile wohl einen vernünftigen Kompromiss im Interesse der Anleger gefunden zu haben. Trotz eines in Aussicht gestellten Sanierungskonzeptes ist die Situation der Henning Gold Mines Inc. und der vier Canada Gold Trust Fonds jedoch als sehr schwierig anzusehen.

 
Aufgeschreckt durch die Meldungen der letzten Monate hatte es eine beachtliche Zahl an Canada Gold Trust - Anlegern zu den insgesamt vier aufeinanderfolgenden Gesellschafterversammlungen der Canada Gold Trust geschaft. Die inzwischen vier Fondsgesellschaften haben rund 47 Millionen EUR von den Anlegern eingesammelt und nach Abzug der sog. Weich- / Vertriebskosten insgesamt ca. 39 Millionen EUR als Nachrangdarlehen an die verschiedenen Tochterfirmen der Henning Gold Mines Inc. ( HGM ) verliehen. Bereits vor mehr als einem halben Jahr wurde hier über die diversen Verflechtungen der Canada Gold Trust und der Henning Gold Mines Inc. berichtet, insbesondere was den für das operative Geschäft der Henning Gold Mines Inc. ( HGM ) zuständigen Jörg Schmolinski betraf. Dieser hatte neben seinem Engagement bei der Henning Gold Mines Inc. und der Canada Gold Trust spätestens ab 2012 beachtliche eigene Aktivitäten entwickelt. Hervorzuheben sind das aus unserer Sicht von ihm initierte  "Goldkaufprogramm" der Goldvalley Mining Inc. oder der mit dem dima24.de Chef Malte Hartwieg initiierte NCI New Capital Invest Proven Gold Direct 21 - Fonds, dem sogar noch ein Silberfonds NCI New Capital Invest Proven Silver Direct 22 nachfolgen sollte. In den letzten Wochen waren immer wieder Berichte über interne Streiterein im Board der Henning Gold Mines Inc. lanciert worden, schnell kristallisierten sich mit der XOLARIS - Treuhandgesellschaft von Stefan Klaile und dem HGM - Anteilseigner Sven Donhuysen auf der einen, den Canada Gold Trust - Fondsgesellschaften unter der Geschäftsführung von Peter Prasch und dem anderen HGM - Anteilseigner Jörg Schmolinski zwei angeblich zerstrittene Lager heraus.
 
Mit dem Ziel, mehr Mitsprache- und insbesondere Einsichtsrechte bei den Fondsgesellschaften und damit mittelbar bei der Henning Gold Mines Inc. zu erhalten, sollte nach der Vorstellung der XOLARIS Service GmbH Treuhandgesellschaft  neben der Canada Gold Trust Verwaltungs GmbH eine zusätzliche Komplementärin eingesetzt werden. Als Begründung wurden im Vorfeld Hinweise auf schwere Unregelmäßigkeiten bei der HGM sowie der Kauf der Canada Gold Trust - Gruppe durch die HGM genannt.
 
Neben vielen Anlegern konnte die XOLARIS auch Vertreter der Canada Gold Trust, insbesondere Peter Prasch sowie den Großaktionär der HGM Sven Donhuysen zur Teilnahme bewegen. Nicht anwesend war mit Jörg Schmolinski der zweite Großaktionär der HGM. Bereits in den Tagen zuvor war der Vorwurf laut geworden, dieser halte sich inzwischen als Jörg Moser in Dubai auf. Noch am Tag der Gesellschafterversammlung  wurden verschiedenen Medien und Anwälten Dokumente zugespielt, welche eine Veruntreuung eines großen Teils der Anlegergelder durch Jörg Schmolinski zu beweisen scheinen. Demnach sollen aus der HGM - Gruppe hohe Summen an verschiedenste mit Jörg Schmolinski und dem NCI New Capital Invest Direct Proven Gold 21 - Fonds in Verbindung stehende Firmen gezahlt worden sein.   Dies scheint die bisherigen Recherchen der  Münchner Kapitalmarktskanzlei Lachmair zu bestätigen, wonach nach der nicht erfolgreichen Exploration des Mary Creek - Claims nur noch wenige nachweisbare Aktivitäten der HGM - Gruppe vorzuweisen sind. "Aus unserer Sicht deutet vieles auf schwere Unregelmäßigkeiten bei der Henning Gold Mines Inc. hin. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass im Zusammenhang mit dem NCI New Capital Invest Direct Proven Gold 21 - Fonds und dem "Goldkaufprogramm" der Goldvalley Mining Inc. Anlegergelder zweckentfremdet wurden. Eine gründliche unabhängige Aufklärung der Vorgänge ist unabdingbar, bevor nur daran gedacht werden darf, weiteres Kapital von den Anlegern einzufordern", so Rechtsanwalt Stefan Forster von der Kanzlei Lachmair & Kollegen.
 
Trotz der durch diese Enthüllungen im Vorfeld angespannten Atmosphäre vermochte die XOLARIS - Treuhandgesellschaft am Ende des Tages einen Erfolg zu verbuchen. Das Ziel der Canada Gold Trust Verwaltungs GmbH eine weitere Komplementärin zur Verfügung zu stellen wurde mit großer Mehrheit erreicht. Zudem wurde vereinbart, dass die XOLARIS Service GmbH mit als Auftraggeberin für eine Prüfung der HGM - Gruppe durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft fungieren und dadurch ebenfalls erweiterte Kontroll- und Einsichtsrechte erlangen soll.
 
Der Verlauf der Gesellschafterversammlung bestätigte die bisherigen Recherchen zur Situation der Canada Gold Trust - Fonds, auch wenn sich deutlich zeigte, dass die verschiedenen Interessengruppen hinter der Henning Gold Mines Inc.  die Gesellschafterversammlung jeweils in ihrem Sinne inszenieren wollten. Als im Laufe des Tages die von der BaFin angeordnete Durchsuchungen im Zusammenhang mit der BWF-Stiftung bekannt wurden, kam zudem die Befürchtung auf, es könne einen Zusammenhang zwischen dem "Goldkaufprogramm" der Goldvalley Mining Inc., entsprechenden Modellen der BWF-Stiftung in Berlin und den Goldgeschäften im Zusammenhang mit dem Verkauf der Euro Grundinvest geben.
 
Bereits fest zu stehen scheint jedenfalls, dass die Canada Gold Trust - Fonds die Anlegergelder nicht zu dem im Prospekt versprochenen Zeitpunkt zurückzahlen kann, ja sogar die Rückforderung bereits gezahlten Ausschüttungen droht - und sollte es vorerst auf freiwilliger Basis im wege der Sanierung der Fonds sein. Anleger sollten deshalb für ihren konkreten Einzelfall prüfen lassen, ob sie eine sofortige Rückabwicklung der Beteiligung anstreben, oder aber einer auf Jahre ausgelegten Sanierung vertrauen sollen. "Die letzten Stunden und Tage haben gezeigt, dass bei den meisten Informationen im Zusammenhang mit den Canada Gold Trust - Fonds erst einmal ein gesundes Misstrauen angezeigt ist", so Rechtsanwalt Moritz Schmidt von der Kanzlei Lachmair und Kollegen. Dabei sollte sichergestellt sein, dass der eigene Anwalt unabhängig ist und allein im Lager der Anleger steht. Sollten die Canada Gold Trust Fonds die Anlegergelder nicht zurückzahlen können, bleiben den Anlegern Schadensersatzansprüche gegen den Vertrieb, die Gründungsgesellschafter und Initiatoren. Insbesondere im Fall des Canada Gold Trust II - Fonds droht hier spätestens in den nächsten Monaten die Verjährung wichtiger Schadensersatzansprüche. Unabhängig von der Entwicklung der nächsten Wochen sollte deshalb in jedem Einzelfall geprüft werden, wie die Verjährung zumindest gehemmt und unberechtigten Rückforderugnen der Auszahlungen entgegengetreten werden kann. 
 
Betroffenen Anlegern wird dringend empfohlen, sich in dieser Sache von qualifizierten und unabhängigen Anlegeranwälten beraten zu lassen. Mit Rechtsanwalt Stefan Forster und Rechtsanwalt Moritz Schmidt stehen zwei auf die Vertretung von Fondsanlegern spezialisierte Anlegeranwälte zur Verfügung, die sich in den letzten Monaten wesentlich um die Aufklärung der Machenschaften der dima24.de verdient gemacht haben und mittlerweile mehrere hundert betroffene Anleger vertreten.
 
Kostenlose Erstberatung:       forster@ra-lachmair.de         schmidt@ra-lachmair.de
 
 
München, 26.01.2015; UPDATE: Ausbleibende Goldförderung auf Claims der Canada Gold Trust, brisante Verflechtungen mit dem Malte Hartwieg – Konzern und der Verkauf der EURO GRUNDINVEST an Canada Gold Trust Eigner verunsichern die Fondsanleger. Nachdem im Herbst bereits der NCI New Capital Invest 21 - Goldfonds seine Auszahlungen eingestellt und Insolvenz beantragt hat, müssen nun auch die Anleger der Canada Gold Trust - Fonds um ihre Beiträge fürchten. Bereits in der Vergangenheit hatten wir auf die enge Verknüpfung aller Beteiligten mit dem Fonds-Imperium des Malte Hartwieg und seiner dima24.de hingewiesen. So fungierte Jörg Schmolinski auch als Geschäftsführer beim NCI 21 - Fonds, Sven Donhuysen, der eigentliche Mann hinter Henning Gold Mines, ist den geschädigten Anlegern seit einem halben Jahr als neuer Eigentümer der EURO GRUNDINVEST bekannt. Nachdem ein sog. "Management-Bericht" in den letzten Tagen zwischen den Zeilen auf schwere Probleme der  Henning Gold Mines Inc. hindeutete, werfen sich die Xolaris Treuhandgesellschaft und Management der Henning Gold Mines Inc. nun gegenseitig Untreue vor.

 

Nur ein halbes Jahr nach dem fragwürdigen Entschluss, die vier Canada Gold Trust Fonds in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln, scheinen sich die Befürchtungen der von uns vertretenen Anleger zu bewahrheiten. Bereits damals haben wir darauf hingewiesen, dass die Fonds bislang weder ein vernünftiges wirtschaftliches Konzept vorweisen konnten, noch überhaupt jemals ausreichende Goldmengen für eine Rentabilität gefunden wurden. Große Bedenken gab es zudem wegen der Verstrickung aller wesentlichen Hintermänner mit dem Fonds-Imperium des Malte Hartwieg. Nach dem Scheitern der Selfmade Capital, der NCI New Capital Invest, der PANTHERA und den Unregelmäßigkeiten bei der EURO GRUNDINVEST müssen nun auch die Anleger der Canada Gold Trust - Fonds um ihre Gelder bangen.

 

Nach mehreren Monaten ohne nennenswerte Neuigkeiten verschickte der Geschäftsführer der Canada Gold Trust GmbH, Peter Prasch am 19. Januar einen HGM-Managementbericht 2014. Als Fazit zieht Prasch gegenüber den Anlegern, dass "das Schwierigste gemeistert" sei, "so dass es allen Grund zur Annahme gibtm dass es für uns alle (...) ein großer Erfolg wird". Bei kritischer Analyse fällt der Bericht aber vernichtend aus. Auch im Jahr 2014 kam es demnach nicht zur Förderung der im Vorfeld der letzten Gesellschafterversammlung von Jörg Schmolinsky angepriesenen Goldvorkommen. Der Bericht spricht etwa von "stockender Finanzierung" und  "dadurch bedingten Ausfälle(n) geplanter Investitionen bei Waschanlagen und Transportgerät". Trotz der vielen Millionen Einnahmen aus den vier Canada Gold Trust Fonds fehlen hierfür angeblich sieben Millionen EUR, welche nicht eingeworben werden konnten. Völlig unzureichend äußert sich der Bericht zudem zum noch immer bestehenden Handelsverbot der geplanten Henning Gold Mines - Aktie. Auf dieses hatten wir schon im Nachgang des umstrittenen Beswchlusses in eine Aktiengesellschaft. hingewiesen. Inzwischen deutet vieles darauf hin, dass es sich bei der ungewöhnlichen Maßnahme letztlich um ein Täuschungsmanöver gehandelt hat, mit welchem die Verantwortlichen Zeit gewinnen wollten. Unglaubwürdig wirkt, dass sich nun das Management und die Treuhandgesellschaft gegenseitig der Untreue bezichtigen. Zu tief sind die Verstrickungen miteinander und mit dem gestürzten dima24 - Fondsimperium um Malte Hartwieg. So fungierte Jörg Schmolinsky für Malte Hartwiegs NCI New Capital Invest 21 - Goldfonds als Geschäftsführer, der Mann hinter Henning Gold Mines Sven Donhuysen erwarb von diesem im Rahmen eines undurchsichtigen "Share-Deals" die ebenfalls in schwerem Wasser befindliche EURO GRUNDINVEST.
 
Wie schon vor dem Umwandlungsbeschluss befürchtet, droht sich die Situation der Anleger von nun an rapide zu verschlechtern, so dass viele nun wohl  einen schnellen Ausstig in Erwägung ziehen müssen.
 
München, 29.08.2014: Sachwertanlagen in Kanadische Goldminen standen im Jahr 2012 scheinbar hoch im Kurs – gleich mehrfach befasste sich unter anderem „Der Aktionär“ mit dem „Goldrush in Canada“ und pries mit Schlagwörtern wie „Open Pit Mining“ und „Cariboo District“ die erfolgsversprechenden Investmentmöglichkeiten in den Weiten Kandas.
Neben den Öl- und Gasfonds der NCI New Capital Invest waren auch die verschiedenen Goldfonds Topseller von Malte Hartwiegs dima24.de – Imperium.
Nach dem Verschwinden eines großen Teils der Anlegergelder der Fonds der Selfmade Capital und der NCI New Capital Invest konnten Anleger beim NCI New Capital Invest Proven Gold Direct 21 – Fonds und den verschiedenen Fonds der Canada Gold Trust – Gruppe angesichts erfolgter Vorabausschüttungen noch hoffen.
 
Für große Unruhe sorgte im Juli die Ankündigung der Canada Gold Trust – Fonds, die Beteiligungen der Anleger in Aktien des Mutterkonzerns Henning Gold Mines Inc. umwandeln zu wollen, angeblich zum Vorteil für die Anleger. Recherchen der Kapitalmarktkanzlei Lachmair & Kollegen aus München deuten jedoch darauf hin, dass der Hintergrund vielmehr in den fehlenden Goldverkaufserlösen zu sehen ist, aus denen die versprochenen hohen jährlichen Renditen der Anleger konzeptgemäß bestritten werden sollten.
Inzwischen musste die Henning Gold Mines Inc. , seit diesem Frühjahr auch Eigentümerin der Canada Gold Trust – Gruppe einräumen, dass den ursprünglichen Claims der Mary Creek Gold Mines Inc. (Canada Gold Trust I), Beaver Pass Gold Mines Inc. (Canada Gold Trust II) und Stanley Gold Mines Inc. (Canada Gold Trust III) trotz der zwischenzeitlich erfolgten Vorabausschüttungen keinerlei nennenswerte Goldförderung stattfand. Nach Exploration des Mary Creek Claims seien keine ausreichenden Goldvorkommen bestätigt worden, bei den restlichen Claims sei die Exploration noch nicht weit genug fortgeschritten. Im Bereich des Eight Mile Lake Claims wurden im Jahr 2013 wohl ausreichend Vorkommen für eine Probeförderung nachgewiesen, aber bislang nur ein Bruchteil der für die Bedienung der Forderungen der Fonds benötigten Verkaufserlöses erwirtschaftet. „Selbst wenn man die geplante Umwandlung in eine Aktiengesellschaft ausblendet, stellt sich die Frage, wie das Fondsziel in der verbleibenden Zeit damit überhaupt noch erreicht werden kann“, so Rechtsanwalt Moritz Schmidt von der Kanzlei Lachmair und Kollegen.
Immer mehr zeigt sich zudem, welche Verflechtungen im Bereich der verschiedenen Goldfonds auch mit Malte Hartwiegs dima24.de – Imperium bestehen. So flossen scheinbar auch die Anlegergelder des NCI New Capital Invest Proven Gold Direct 21 – Fonds zum großen Teil an die GV Mining GP. Als Managing Director ist dort mit Jörg Schmolinki auch ein Board Member der Henning Gold Mines Inc. angegeben, welcher bis zum 06.08.2014 auch als Geschäftsführer der Malte Hartwieg Firma NCI New Capital Invest Proven Gold Canada Management GmbH im Handelsregister eingetragen war. Die leidgeprüften Anleger dürfte es deshalb nicht mehr wundern, weshalb sowohl der NCI 21 – Fonds als auch die Canada Gold Trust Fonds in denselben einschlägigen Magazinen und Ratingberichten hochgejubelt wurden wie die anderen dima24.de -Fonds.
 
Es besteht die Gefahr, dass sich die fehlenden Goldvorkommen auch auf den NCI 21 – Fonds auswirken. Obwohl zum Konzern der Henning Gold Mines Inc. auch die Golden Valley Mining gehört, gab sich der Managing Director der Golden Valley Mining, der selbsternannte Goldexperte Björn Paffrath im Juni 2013 noch sehr optimistisch. Unter anderem gäbe es eine Beteiligung am Nixon Fork Goldprojekt in Canada, bei dem bereits 3.000 Unzen Gold gefördert worden seien. „Für die Anleger sind die Aussagen zu tatsächlichen und erwarteten Fördermengen der einzelnen Minenfirmen kaum nachvollziehbar. Schon die Henning Gold Mines Inc. ist ein Beispiel für die komplizierten Beteiligungen der verschiedenen Firmen aneinander und an verschiedenen Claims. Zudem ist oft nur von in der Zukunft gewollten oder erwarteten Fördermengen die Rede. Der Anleger muss sich deshalb voll auf die Seriosität der Firmen verlassen“, mahnt Rechtsanwalt Stefan Forster von der Kanzlei Wilhelm Lachmair & Kollegen jedoch zur Vorsicht.
 
Auffällig sind auch die Beteiligungen der Henning Gold Mines Inc. an der SN Mineral AG und der Wingdam Mining AG. Diese stehen offenbar im Zusammenhang mit einem „share deal“ mit der First Capital Invest AG. Letztere Firmen stehen im Zusammenhang mit der Aktie der SN Mineral Mining AG des verhafteten Peter Sommer. Als typische Pennystock-Aktie war diese in dubiosen Börsenbriefen erst hochgelobt worden, um dann im Dezember 2012 mit einem Schlusskurs von unter 3 Cent aus dem First Quotation Board entfernt zu werden.
 
Ein noch brisanterer „share deal“ fand im Frühjahr zwischen Malte Hartwiegs NITRO INVEST und der Schweizer IPF AG (International Property Finance AG) statt. Über seine Holdinggesellschaft NITRO INVEST hatte Malte Hartwieg bis dahin 100% der EURO GRUNDINVEST – Anteile gehalten. Recherchen der Kanzlei Lachmair und Kollegen ergaben inzwischen, dass hinter der IPF AG der Schweizer Investor Sven Donhuysen steckt. Donhuysen ist über seine Gesellschaften auch Eigentümer der Henning Gold Mines Inc. und damit der Canada Gold Trust - Gruppe. Nach Aussagen des neuen Eigentümers laufen bei der EURO GRUNDINVEST in München gerade „Due Diligence“-Prüfungen – Ausgang ungewiss.
Nicht nur für die Anleger der allesamt von Malte Hartwiegs dima24.de vertriebenen Fonds NCI New Capital Invest Proven Gold Direct 21, Canada Gold Trust I, II, III und IV brechen nach diesen Erkenntnissen wohl unruhige Zeiten an. „Aufgrund der völlig unvorhersehbaren zukünftigen Entwicklung sollten diese Beteiligungen einer genauen rechtlichen Prüfung unterzogen werden“, so Rechtsanwalt Forster von der Kanzlei Lachmair.
Betroffenen Anlegern wird dringend empfohlen, sich in dieser Sache von qualifizierten und unabhängigen Anlegeranwälten beraten zu lassen. Mit Rechtsanwalt Stefan Forster und Rechtsanwalt Moritz Schmidt stehen zwei auf die Vertretung von Fondsanlegern spezialisierte Anlegeranwälte zur Verfügung, die sich in den letzten Monaten wesentlich um die Aufklärung der Machenschaften der dima24.de verdient gemacht haben und mittlerweile mehrere hundert betroffene Anleger vertreten.

 

Kostenlose Erstberatung: forster@ra-lachmair.de schmidt@ra-lachmair.de

 

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